Magnesiumcitrat vs. Bisglycinat: Die Unterschiede
David HejdukMagnesiumcitrat vs. Bisglycinat – beide sind organische Magnesiumverbindungen und beide sind in der EU für Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. Der Unterschied liegt im Bindungspartner. Einen Überblick über alle Formen liefert der Magnesium-Ratgeber.
Das Wichtigste in Kürze
- Beide organisch: Citrat ist an Citronensäure gebunden, Bisglycinat an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin (Chelat); beide sind nach Richtlinie 2002/46/EG für Nahrungsergänzungsmittel zugelassen.
- Magnesiumanteil: Citrat etwa 11 bis 16 Prozent, Bisglycinat etwa 10 bis 14 Prozent – je nach Verbindung und Rohstoff; maßgeblich ist die Herstellerangabe zum elementaren Magnesium.
- Löslichkeit: Citrat ist gut wasserlöslich (Pulver, Getränke); Bisglycinat steckt häufig in Kapseln und Tabletten.
- Studienlage: Organische Formen schneiden häufig etwas besser ab als Magnesiumoxid; direkte Vergleiche von Citrat und Bisglycinat liefern kein eindeutiges Ergebnis (Walker 2003).
- Supplements: Für zusätzliches Magnesium aus Supplements und angereicherten Lebensmitteln gilt laut EU-Bewertung (SCF 2001) eine Obergrenze von 250 mg pro Tag.

Infografik: Magnesiumcitrat vs. Bisglycinat. Quellen: Richtlinie 2002/46/EG Anhang II, EFSA-Übersicht der Obergrenzen, Walker AF et al. (2003), Magnes Res 16(3). Stand Oktober 2026.
Warum Magnesium immer gebunden ist
Magnesium kommt nie isoliert vor, sondern immer als Verbindung. Der Bindungspartner bestimmt, wie viel elementares Magnesium pro Gramm enthalten ist und wie gut sich die Verbindung in Wasser löst.
Magnesiumcitrat
- Bindungspartner: Citronensäure.
- Eigenschaft: gut wasserlöslich, deshalb häufig in Pulvern und Getränken.
- Magnesiumanteil: je nach Verbindung etwa 11 bis 16 Prozent.
Magnesiumbisglycinat
- Bindungspartner: zwei Moleküle der Aminosäure Glycin (Chelat).
- Eigenschaft: häufig in Kapseln und Tabletten eingesetzt.
- Magnesiumanteil: je nach Rohstoff etwa 10 bis 14 Prozent.
Was sagen Studien zur Aufnahme?
Organische Verbindungen wie Citrat und Bisglycinat schneiden in Studien häufig etwas besser ab als Magnesiumoxid. Direkte Vergleiche zwischen Citrat und Bisglycinat sind selten und liefern kein eindeutiges Ergebnis. Eine eigene gesundheitsbezogene Angabe für eine bestimmte Magnesiumform gibt es nicht.
Für alle Formen gilt dieselbe zugelassene Angabe: Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion, zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
Was bei der Auswahl zählt
- die Menge an elementarem Magnesium pro Tagesdosis,
- die Obergrenze von 250 mg pro Tag für zusätzliches Magnesium aus Supplements (EU-Bewertung, SCF 2001), die Verteilung auf mehrere Portionen und die Verzehrempfehlung auf dem Etikett,
- die Darreichungsform, die du regelmäßig einnimmst.
Beispiele bei NOVERAH: Der Magnesium 4-fach Komplex kombiniert vier Magnesiumverbindungen, der Magnesium 5-fach Komplex mit B6 fünf. Als Gummie gibt es Magnesium + Zink + B6 Gummies, im Set das Abend-Routine Set. Beachte jeweils die Tagesdosis auf dem Etikett.
Food First
Die Basis bleibt eine magnesiumreiche Ernährung mit Vollkorn, Nüssen, Kernen und Hülsenfrüchten. Ein Supplement ergänzt sie gezielt – es ersetzt sie nicht.
Häufige Fragen
Was ist besser: Magnesiumcitrat oder Bisglycinat?
Eine eindeutig bessere Form ist nicht belegt. Beide sind organische Verbindungen; entscheidend sind die Menge an elementarem Magnesium und die regelmäßige Zufuhr.
Was ist Magnesiumbisglycinat?
Eine Verbindung, bei der Magnesium an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin gebunden ist.
Worin unterscheiden sich Citrat und Bisglycinat in der Anwendung?
Magnesiumcitrat ist gut wasserlöslich und steckt deshalb häufig in Pulvern und Getränken. Magnesiumbisglycinat wird meist in Kapseln und Tabletten eingesetzt. Beide liefern je nach Rohstoff etwa 10 bis 16 Prozent elementares Magnesium.
Weiterlesen: Magnesiumbedarf: Wann der Bedarf steigt, Magnesium wann einnehmen und der Magnesium-Hub. Weitere Produkte: Vitamine & Mineralstoffe.
Außerdem: Magnesium-Formen im Vergleich: Citrat, Bisglycinat, Oxid und Co..
Quellen
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 – zugelassene gesundheitsbezogene Angaben: eur-lex.europa.eu
- Richtlinie 2002/46/EG, Anhang II – zugelassene Nährstoffverbindungen für Nahrungsergänzungsmittel: eur-lex.europa.eu
- EFSA – Übersicht der tolerierbaren Obergrenzen für Vitamine und Mineralstoffe (Version 11, 2025): efsa.europa.eu
- Walker AF et al. (2003): Mg citrate found more bioavailable than other Mg preparations in a randomised, double-blind study, Magnes Res 16(3):183–191: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
Stand: Oktober 2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
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Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.